Kronleuchter – Wissenschaft und Technik

Erste Kronleuchter, die in Form und Aufbau den heutigen Kronleuchter ähneln, gibt es bereits seit dem fünften Jahrhundert nach Christus. Erste Vorläufer fand man gar schon 1000 Jahre zuvor. Doch diese waren eher eine beckenförmige Konstruktion, die an der Decke befestigt wurde und am Rand mit Öllampen geziert wurde. Erst ab dem fünften Jahrhundert etablierte sich die archetypische Form des Kronleuchters.

Heute findet man Kronleuchter in allen Formen und Varianten. Sogar die Form eines überdimensionierten und nach unten ausgerichteten Penis wurde bereits in einem Kronleuchter verewigt. In diesem Fall klingt die Bezeichnung “Lüster“ außerordentlich zweideutig. Aber auch abseits solch eigenwilliger Experimente gibt es eine Vielzahl an Stilen und Varianten, die bei Kronleuchtern möglich sind. Die Erscheinungsbilder erstrecken sich von altertümlichen Stilen aus dem 15. Jahrhundert, über klassische Stile aus dem 17. und 18. Jahrhundert bis hin zu modernen Kreationen.

Während die ersten Kronleuchter vor allem als Statussymbole und Extravaganzen gezählt haben dürften, die schon durch ihre Eigentümlichkeit aufzufallen wussten, entwickelten sie sich im fortschreitenden Mittelalter zu richtigen Kunstwerken.

Die Kunst bestand (und besteht auch heute noch) nicht nur darin, dass die Kronleuchter an sich möglichst schön anzuschauen waren und von verschnörkelter Machart, die das Auge begeisterte. Es ging in zunehmendem Maße auch darum, dass durch einen Lüster ein interessantes Lichtspiel erzeugt wird. Dies wurde zum Teil über edle Materialien wie Kristalle, in erster Linie aber über gekonnt verarbeitete und applizierte Gläser erreicht. Durch die Fortschritte in der Glasbläserei konnten also auch die Lüster, durch immer spezielleres und effektreicheres Lichtspiel, glänzen. Als Beleuchtungselemente dienen heutzutage freilich nicht mehr Kerzen oder Öllampen. Hier hat schon längst das elektrische Licht Einzug gehalten. „Gott Lob!“, möchte man sagen. Denn die Reinigung eines Kronleuchters ist ein Unterfangen, das erst einmal gelöst sein will. Wenn da noch Übel wie Wachs- oder Ölflecken eine Rolle spielen würden, wäre das auch nicht gerade dazu angetan, die Sache einfacher zu machen. Heutzutage kann man dem Zahn der Zeit mit speziellen Reinigungssprays zu Leibe rücken, auf dass der Lüster auch im abgeschalteten Zustand erglänze. In diesem Zustand (abgeschaltet) sollte er sich übrigens auch befinden, wenn man ihn gerade reinigt. Ansonsten könnte das unangenehm werden. Ein Feuchttuch (ohne Ammoniak oder Alkohol) kann auch dazu dienen, dem Kronleuchter eine Reinigung angedeihen zu lassen. Fragt sich nur noch, wie man an den Kronleuchter rankommt. In einem Empfangssaal mit hoher Decke beispielsweise dürfte dies eine recht knifflige Angelegenheit werden.

Auch heutzutage sind Kronleuchter ein Luxusgegenstand, der die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu lenken weiß. Von ungebrochener Attraktivität sind dabei die Stile des 15. sowie des 17. und 18. Jahrhunderts. Diesen Designs haftet immer noch die Erhabenheit aus vergangenen Zeitaltern an. Ihre modernen Pendants müssen sich da erst noch durchsetzen. In der Scherzartikel Nische unter den Kronleuchtern wäre dies durchaus denkbar. Zum Beispiel durch überdimensionierte, leuchtende Penisse.